Isabella McNicol

Grüne Niddatal

Über mich

Biographie


> 2020 B.Sc. Gesundheit und Management für Gesundheitsberufe (UAS)

>2017-2020 Studium der Gesundheitsökonomie Carl Remigius Medical School Frankfurt

> 2014 Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin

> 2011-2014 Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin 

AGAPLESION Markuskrankenhaus Frankfurt

> 2008-2011 Medizinstudium an der MedUni Graz (Österreich)

> 2007-2008 FSJ im Rettungsdienst Odenwaldkreis e.V. 

> 2007 staatl. geprüfte Rettungssanitäterin

> 2007 Internationales Baccalaureate Diploma, Cambridge (Großbritannien)

>2004-2006 International Sixth Form des Impington Village College in Cambridge




Politik und Ehrenamt


>  seit 2019 Bündnis 90/Die Grünen Wetteraukreis

> aktiv bei Verdi seit Beginn meiner Ausbildung

> aktiv bei Greenpeace seit Beginn meiner Ausbildung

> 2011 Teil des Altöttinger Bürgerforums 

(Ausschuss Soziale Gerechtigkeit- im Bundesprogramm)

> seit 2007-2015 ehrenamtlich bei DRK und BRK aktiv

> 2002-2004 Schulsprecherin und SV-Arbeit, 

Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt

> 2001-2004 DPSG Pfadfinder-Gruppenleitung im Odenwaldkreis

Mein Werdegang

 Ich bin stolze, Alleinerziehende Mutter einer wundervollen Tochter und selbst die Tochter einer europäischen Patchwork-Familie der Nachkriegsgeneration. Auch wenn ich erst 1985 zur Welt kam, bin ich die Tochter eines Kriegskindes. Deshalb sind der 2. Weltkrieg und seine Folgen, vor allem aber die Traumata meiner Mutter,  prägender Teil meines Aufwachsen gewesen und beschäftigen mich bis heute. Aus diesem Blickwinkel betrachte ich auch viele Probleme unserer Gesellschaft heute und glaube das Vieles mit einer nur oberflächlich verarbeiteten Geschichte zu tun hat, die uns auf die ein oder andere Weise alle betrifft. 


Meine Mutter wurde 1941 in Böhmen als Kind eines Deutschen und einer Tschechin geboren und 1945 zwangsausgesiedelt. Das hat unsere Familie buchstäblich zerrissen und über ganz Deutschland und bis nach Amerika zerstreut. Mein Vater stammt aus England und kam 1972 nach Deutschland, um für die ESA in Darmstadt als Programmierer zu arbeiten. Geboren wurde ich 1985 in Darmstadt und aufgewachsen bin ich im schönen Odenwald auf einem Bauernhof, weshalb mich auch die Themen der nachhaltigen Landwirtschaft und des Tierschutzes brennend interessieren. 


Mein Abitur habe ich in Cambridge/England gemacht. Nach dem internationalen Schulabschluss kam ein eineinhalbjähriges FSJ im Rettungsdienst, mit anschließendem Medizinstudium in Graz (Österreich). Leider scheiterte das Studium im schönen, aber bezüglich der Legasthenie weniger toleranten Österreich an eben dieser und führte zur Umorientierung in die Krankenpflege 2011. 


Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht. Mein Lebensweg war bisher zwar nicht ganz gradlinig, aber ein schöner und intensiver, reich an unterschiedlichen Erfahrungen, der mich quer durch das Gesundheitswesen geführt hat. Das hat mir einen tiefen und umfangreichen Einblick verschafft, vor allem die letzten Jahre, da mein Hauptarbeitgeber ein Personaldienstleister ist. Dadurch habe ich bereits in vielen unterschiedlichen Fachabteilungen und Krankenhäusern gearbeitet. 


In meinem Nebenjob arbeite ich in einem ganz anderen Bereich des Gesundheits- und Sozialwesen, nämlich in der Heilpädagogik. Dort habe  ich meinem vorherigen Arbeitgeber,  einer anthroposophischen Lebensgemeinschaft und Einrichtung für behinderte Menschen, die Treue gehalten. Gewechselt habe ich das Arbeitsverhältnis bei diesem Arbeitgeber, da die Arbeitszeiten und Schichten mit vielen längeren Pausen über den Tag verteilt, nicht geeignet waren, für jemanden der außerhalb der Lebensgemeinschaft wohnt. Und trotzdem ist es so ein schöner und besonderer Ort, dass es mir wichtig ist, den Kontakt zu halten. Außerdem habe ich darüber auch einen Einblick, was in diesem Bereich passiert und wie sich die Politik darauf auswirkt, vor allem in der Personalsituation. 


Ich war schon immer Grün, denn ich bin als Kind der 90er aufgewachsen, mit dem damaligen Umweltbewusstsein und dem sorgenvollen Blick der Wissenschaft auf die Zukunft. Über die Arbeit meines Vaters, wurde der wissenschaftliche Blick auf den Klimawandel und die Zukunft zuhause viel diskutiert, bis heute. Eine Zukunft, die viel schneller eingetroffen ist, als die meisten schlauen Menschen damals vorhergesagt haben. Und mit der Ernüchterung, dass die Politiker diese Warnungen zum Vorzug des Wirtschaftswachstums, der eigenen Machtposition und der Globalisierung zunehmend ignoriert haben. Umweltschutz und Nachhaltigkeit war immer ein persönliches Herzensthema, allerdings habe ich mich auf Grund verschiedenster persönlicher Gründe erstmal auf meinen Berufsweg konzentriert.


Mir ist die politische Vetternwirtschaft äußerst suspekt. Doch die Tatsache, dass so viele Klimaprophezeiungen der 90er für die nächsten 100 Jahre, bereits jetzt nach etwa 25 Jahren eingetreten sind und die Politik immer noch nicht zeitgemäß reagiert, löst in mir das Bedürfnis aus, schleunigst etwas zu verändern. Durch die Geburt meiner Tochter und die Systemschwächen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft, die durch COVID-19 aufgedeckt und auch politisch weitestgehend ignoriert werden, werde ich zusätzlich motiviert, mich aktiv an der heutigen Politik für Morgen zu beteiligen. 


Wie Du ja bereits gesehen hast, habe ich einen ganz guten Überblick über die Pflegesituation in verschiedenen Bereichen der Versorgung in meiner Region gewonnen. Dank der Stichproben- Studie(folgt bald) für meine Abschlussarbeit in Gesundheitsökonomie 2020, auch darüber hinaus. 


Pflege- und Gesundheitspolitik ist seit meiner Ausbildung immer wieder Reibungspunkt in meinem Arbeitsalltag. Man merkt deutlich, wo Theorie und Praxis voneinander abweichen und es ist ein leidiges Thema, das alle Pflegenden belastet. Genau wie die Personaldienstleistung. 


Letztere hat durchaus ihre guten Seiten, da sie den Wettbewerb fördert (und hoffentlich irgendwann auch Einfluss auf die Gehälter hat) - ich bin beispielsweise über meinen Arbeitgeber zu meinem Studium gekommen. Aber Zeitarbeit hat auch seine Schattenseiten, was meine Kollegen nicht zuletzt bei Verdi sicher bestätigen. Moderne Sklaven gibt es nicht nur am Bau und in der Fleischindustrie, wenn auch Pflegekräfte zumindest in der Leiharbeit weitaus besser bezahlt werden. Sogar besser als die Kollegen im Krankenhaus, leider wurde durch ein Gesetz die übertarifliche Bezahlung gekappt, damit eben die wichtige Konkurrenz zu den Krankenhäusern und der Gehaltsdruck ausgehebelt, was ich persönlich fatal finde. Der Preis dafür ist aber hart, da man sehr flexibel sein muss und gerne mal an der Grenze des körperlich und seelisch aushaltbaren arbeiten muss. Denn man sieht desolate Zustände und ist unter Umständen auch mal völlig alleine Verantwortlich in einem Team was man nicht kennt.


Am meisten ärgert mich aber der mangelnde Lobbyismus der Pflege, und Verdi macht an dieser Stelle auch wirklich keine gute Arbeit mit den Kampagnen gegen die Pflegekammer aus Angst Mitglieder zu verlieren. Aber das größte Problem ist das nicht Ressourcen-Orientierte Personalmanagement, da geht es um unsere aller  Zukunft und nicht nur um die der Pflegenden. 


Deshalb geht die Problematik im Gesundheitswesen, weit über die Pflege hinaus. Corona macht die Lage nicht besser und hat nicht nur gesellschaftliche, wirtschaftliche, globale und politische Fehlentwicklungen der letzten 50 Jahre aufgezeigt, sondern auch die Grenzen des Gesundheitssystems sehr deutlich gemacht. Der erste Lockdown wäre eigentlich der beste Zeitpunkt gewesen, alle diese Probleme direkt anzugehen, anstatt Milliarden in ein System zu pumpen, dass in dieser Form direkt schon nicht mehr zukunftsfähig ist. Mit Corona wurde schlagartig klar, wir müssen sofort etwas verändern um unser aller überleben zu sichern. Leider hat die Regierung das Problem stark unterschätzt und zwar kurzfristig den Euro gerettet, aber leider nicht langfristig gedacht und damit die Wirtschaft und die Menschen gefährdet.


Weshalb ich jetzt dafür plädiere Mut zur Veränderung zu zeigen. Wir brauchen Exnovationen und keine Verschlimmbesserung des Systems, das weder dem Klimawandel noch Corona gewachsen ist!


Darum bewerbe ich mich bei Euch für die hessische Landesliste der Bundestagswahl 2021!


Isabella McNicol, Stand März 2021

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